
OsteoporosediagnostikWie stark sind Ihre Knochen? Osteoporose ist eine weitverbreitete Erkrankung. Jede 4. Frau oder Mann über 50 Jahre sind in Deutschland betroffen. Die rechtzeitige Diagnose und Therapie der immer brüchiger werdenden Knochen sind besonders wichtig. Bei Osteoporose steigt durch den vorliegenden Knochenschwund das Knochenbruchrisiko deutlich an. Die Wirbelkörper und der Schenkelhalsknochen sind besonders oft betroffene Bereiche. Kennen Sie Ihre Risiken? Als Risikofaktoren gelten Rauchen, Untergewicht (BMI unter 20% ) , Osteoporose in der Familie, Schilddrüsenfehlfunktionen, bestimmte Brüche und Langzeiteinnahme bestimmter Medikamente wie Protonenpumpenhemmer bei Sodbrennen oder Marcumar als Gerinnungshemmstoff. Ebenso ist eine Cortisonbehandlung über 3 Monate ein Risiko. Die DXA - Knochendichtemessung ist sinnvoll für alle Frauen und Männer über 70 Jahre, bei bestehenden Risikofaktoren unbedingt schon früher. Wirbelkörperbrüche sind neben Hüftfrakturen häufig Folge der veränderten Knochenstabilität. Zunächst noch wenig ausgeprägt, wird die Schmerzintensität im Laufe der Zeit deutlich mehr. Bei starken, andauernden Rückenschmerzen ist das Röntgenbild wegweisend für die weitere Diagnostik, evtl. gefolgt von einem MRT (Kernspintomographie) Unbehandelte Brüche schränken die Bewegungsfreiheit der Betroffenen und damit nachfolgend die Lebensqualität erheblich ein. Das Sturzrisiko führt zu einer deutlichen Unsicherheit im Alltag. Das Risiko, nach einem ersten Bruch weitere Brüche zu erleiden, ist mit 20 % hoch. Das vorrangige Ziel einer Osteoporosetherapie ist die Reduktion des Risikos, einen Knochenbruch zu erleiden. Neben der Einnahme von Calcium und Vitamin D wird eine Therapie mit den sogenannten Bisphosphonaten , Strontiumranelat, Parathormonderivaten und den selektiven Östrogenrezeptormodulatoren (SERM) eingesetzt. Die Wahl und Dauer der Therapie wird in Abhängigkeit von dem Stadium und vorliegenden Symptomen der Osteoporose festgelegt. Bleibt eine gesicherte Osteoporose unbehandelt, besteht nach den Studien das erhöhte Risiko von Brüchen und Folgebrüchen. Über eine notwendige und sinnvolle Therapie wird Ihr Arzt zusammen mit Ihnen entscheiden. Dr.med.Berend-Tüge Berendsen |


